Nach einem gemütlichen Morgen laufen wir zum Ihlara Tal. Eine breite, grüne Schlucht und erst empfinden wir sie als überlaufen.Interessant ein Restaurant, das die Tische direkt in den Bach stellt, leider gibt es nur Toasts und der Käse ist schlecht.Erst nach und nach entdecken wir die Vielfalt dieser schönen Oase und einmal mehr wird uns bewusst, dass die Türkei einst christlich war. Ein halbes Dutzend Kirchen aus dem 7. Jahrhundert sind in den Felsen gehauen.Nach etlichen Stunden steigen wir auf nach Hause und Chrigi stellt fest, dass sie ihr Handy verloren hat (inkl. Geld, Ausweis und Kreditkarten) uns wird mulmig. Der Nachbar 200 Meter weiter unten (war gestern bei uns zu Besuch und brachte Kirschen) telefoniert umher und tatsächlich, jemand hats am Eingang abgegeben...
02.07.23
Vor ca. 2 Wochen stellte ich fest, dass die Batterien bei 63% aufhören zu laden. Dumm für uns, weil wir mit Strom kochen. Tagelanges Werweisen über die Gründe und und Bangen, auch Burow konnte nicht helfen. Als wir letzthin am Landstrom waren und auch da nicht richtig geladen wurde, fand ich heraus, dass ich nur die APP neu kalibrieren muss...
Ein weiteres Problem haben wir heute, die Wasserpumpe quietscht fürchterlich - ich google und denke, sie ist verkalkt. Wir versuchen es mit Essig. Fummeliges Prozedere mit abgesägter Essigflasche unter Pumpe stellen. Chrigi schafft das, funktioniert leider nur mässig.
Wir fahren auf rund 1900 Meter rauf an die frische Luft und parken in der Nähe eines Hotels mit herrlicher Aussicht. Es ist schon beinahe frech wie allein und schön man stehen kann.
Nach einem feinen Znacht genießen wir zusammen mit vielen Türken den Sonnenuntergang und zuhause schauen wir auf unser nächstes Ziel, den Salzsee Tuk Golü mit der Stadt Aksaray davor.03.07.23
Tagwache ist um 6 Uhr und um 7 starten wir unsere Bergtour auf den Hasan. Mit uns ein halbes Dutzend Streuner, die ich alle verscheuchen kann, bis auf einen.Er begleitet uns die vollen nächsten 6 Stunden und folgt meinen Anweisungen.
Doch schon bei den ersten großen Herdenschutzhunden ist er passiv, zum Glück war der Hirte da. Bald 1000 Höhenmeter später kommen 3 riesen Hunde auf uns zugerannt, laut bellend. Kein Hirt in Sicht - zum Glück reagieren sie immerhin auf meine Rufe und Steine. Unser Hund genießt unseren Schutz. irgendwann sind dann doch noch die Schreie eines Hirtes hörbar und sie lassen ab, bevor wir uns in die Hosen machen. Manchmal war unser Hund doch nützlich, wenn wir nicht wussten wie weiter, lief er voran - er kannte den Weg. Eine Stunde lang genießen wir die Aussicht. Wieder zu Hause hängen wir rum, schauen Flora und Fauna an und freuen uns aufs Nachtessen im Hotel.Da kommen die Holländer wieder angefahren, sie wollen morgen den Hasan machen. Witzig.
Das Nachtessen schmeckt hervorragend. Anschließend noch auf einen Tee mit Helena und Jork. Am Abend Böen und in der Ferne Gewitter.04.07.23
Gemütlich aufstehen und beim Kaffee mit Feldstecher Holländer
beobachten. Einkaufen und Fahrt zum Tuz (Salz) Gölü (See). Es wird wieder heiss (33 Grad) und wir parken direkt am "Ufer". Rumhängen, News lesen, Tagebuch schreiben, weitere Tour planen und Aussicht geniessen. Es sieht im wahrsten Sinne blendend aus. Erst nach dem Nachtessen verlassen wir den Schatten und laufen auf Salz. Gute Fussmassage.05.07.23
Tagwache ist um 6 Uhr und um 7 starten wir unsere Bergtour auf den Hasan. Mit uns ein halbes Dutzend Streuner, die ich alle verscheuchen kann, bis auf einen.Er begleitet uns die vollen nächsten 6 Stunden und folgt meinen Anweisungen.
Doch schon bei den ersten großen Herdenschutzhunden ist er passiv, zum Glück war der Hirte da. Bald 1000 Höhenmeter später kommen 3 riesen Hunde auf uns zugerannt, laut bellend. Kein Hirt in Sicht - zum Glück reagieren sie immerhin auf meine Rufe und Steine. Unser Hund genießt unseren Schutz. irgendwann sind dann doch noch die Schreie eines Hirtes hörbar und sie lassen ab, bevor wir uns in die Hosen machen. Manchmal war unser Hund doch nützlich, wenn wir nicht wussten wie weiter, lief er voran - er kannte den Weg. Eine Stunde lang genießen wir die Aussicht. Wieder zu Hause hängen wir rum, schauen Flora und Fauna an und freuen uns aufs Nachtessen im Hotel.Da kommen die Holländer wieder angefahren, sie wollen morgen den Hasan machen. Witzig.
Das Nachtessen schmeckt hervorragend. Anschließend noch auf einen Tee mit Helena und Jork. Am Abend Böen und in der Ferne Gewitter.04.07.23
Gemütlich aufstehen und beim Kaffee mit Feldstecher Holländer
beobachten. Einkaufen und Fahrt zum Tuz (Salz) Gölü (See). Es wird wieder heiss (33 Grad) und wir parken direkt am "Ufer". Rumhängen, News lesen, Tagebuch schreiben, weitere Tour planen und Aussicht geniessen. Es sieht im wahrsten Sinne blendend aus. Erst nach dem Nachtessen verlassen wir den Schatten und laufen auf Salz. Gute Fussmassage.05.07.23
Ohne Hunde, Muezzin und andere Menschen bei 21 Grad herrlichen Schlaf genossen. Stehen zeitig auf und wollen mit dem Rad über den See fahren. Wir kommen nur eine halbe Stunde weit, dann ist die Strasse durchs Salzwerk gesperrt.
Also zurück zum Auto und weiter zum roten See. Finden einen schönen Parkplatz gleich neben der Strasse und laufen ca. 1 Km in den See. Das Wasser ist angenehm.
Zurück beim Oman müssen wir leider feststellen, dass eingebrochen wurde.Mitgenommen hat er nicht viel, aber der Schaden ist lästig. Nach der polizeilichen Protokollierung fahren wir zurück nach Aksaray und finden eine seriöse Ford Werkstatt. Nach einem Oelwechsel versuchen die eine Scheibe eines Unfall-Ranger einzubauen, passt leider nicht und wir ziehen nach 4 Stunden unverrichteter Dinge auf einen nahen Picknick-Platz. Die Stimmung wird auch nach Bier nicht viel besser und dauernd kommen Leute vorbei und wollen schwatzen.
06.07.23
Wir versuchen es in einem Industriegebiet in einer Werkstatt, der gute Bewertungen hat. Eigentlich wollen wir ein Plexiglasprovisorium, aber nach Abklärung bei einem Cay meint er, er könne die Scheibe innert 4 Stunden besorgen für 50 Stutz. Bis dahin können wir seine Gäste sein, inkl. Getränke und Melone.... Ich staune, will ihm ne Chance geben und geh zum Coiffeur (3 CHF, für diesen Preis fackelt er mir noch den Flaum weg... geb ihm dann 4, was ihn freut). Das Ganze entpuppt sich als Albtraum. Nach 6 Stunden kommt die Scheibe und - oh Wunder - sie passt nicht. Mittlerweile ist auch der Chef da und gemeinsam wollen sie mich überzeugen ein Glas nach Maß herstellen zu lassen. Bis Mitternacht sei es bereit und schon hat er ein Videocall mit dem Glasfabrikchef. Ich hab genug, will einfach nur noch Plexiglas was die beiden zwar etwas desavouiert (reagieren auch sehr beleidigt und rauschen ab, ohne sich zu verabschieden) aber wohl das einzige ist, was funktionieren könnte. Nach einer Stunde ist er zurück und meint das Glas komme in 2 Stunden... Nach dem gefühlt 20sten Cay (und Kichererbsen, Lammyoghurt, Gurkensuppe, Orangenpunsch, etc.) ist bald 19 Uhr, als er endlich zu sägen beginnt. Als Vorlage nimmt er die Fahrerseitenscheibe dermassen grob raus, dass ich Angst habe, er macht die auch noch kaputt - meine Nerven...
Es ist schon Dunkel, als wir im Stadtpark ankommen, mit funktionierender Plexiglasscheibe. Der Platz ist voll, aber ab Mitternacht sind alle weg und wir haben Ruhe.
07.07.23
Im Schatten der Bäume schlafen wir lange. Fahren mit dem Rad in die Stadt, kaufen noch ein wenig ein und essen eine recht gute Pizza zum Zmittag (6 CHF füt beide inkl. Getränke).Wir befinden die Scheibe als gut genug um unsere Tour fortzusetzen und fahren nach Kappadokien. Nach einer kurzen Begehung finden wir unseren aussichtsreichen Platz auf der Krete zwischen Göreme und Love-Valley - es windet.08.07.23
Vor Sonnenaufgang auf für die BalloneNach einer Stunde ist das Spektakel vorbei und wir geniessen einen langen Kaffee bevor wir ins Love-Valley hinab steigen.Nach rund 10 Km wirds uns zu heiß und wir setzten uns in den Oman-Schatten. Duschen, lesen, dösen, Internet, etc.
09.07.23
Zuviel Wind verhindern die Ballone und wir schlafen aus. Fahren mit dem Rad zu anderen Stellplätzen (gemäß Google eine Strasse, zum Glück wollte ich da nicht mit dem WoMo hoch), aber finden keinen besseren. Dafür aber weitere schöne Täler.Noch bis vor 100 Jahren haben Menschen in solchen Höhlen gelebt.
11.07.23
Wieder keine Ballone heute - Wind. Wir fahren nach Nevşhehir um in einem 5M Migros einzukaufen. Ebenfalls tanken wir noch Wasser (leider chlorhaltig) in einer engen Gasse des Touristen Kaff Göreme und fahren an einen neuen Stellplatz.Wir bleiben nicht lange alleine und ein weiterer Pick-up stellt sich nur ein Meter hinter uns. Auf meinen Hinweis, dass er doch sehr schräg stehe und es weiter oben noch ebene Plätze gäbe, meint er nur, dass es ihm nichts ausmache schräg zu schlafen. Janu, immerhin sind sie nett und ihr Hund gut erzogen.
Am Abend wieder ein schöner Call nach Hause, Internet und neue Aussicht geniessen.
11.07.23
Entsprechend früh geht es los durch die diversen Täler, eines schöner als das andere.Natürlich durfte auch ein Berg nicht fehlen (der Akdag 1324 MüM auf dem oberen Bild im Hintergrund).
Interessant auch hier, wieviele Kirchen in den Felsen gehauen wurden (und keine einzige Moschee)Mit 20000 Schritten in den Beinen, etliche Dutzend Fotos reicher und 250 Liras ärmer (Einkehr und Honig) setzten wir uns zufrieden in den Schatten an diesem äußerst angenehmen Tag.
Leider kommen um 19 Uhr vier Männer von einer Eventagentur und wollen hier Ihren Anlass
durchführen. Sie fordern, für 2 Std. zu verschwinden (dass sei ihr Grundstück). Sie drohen, die Polizei zu holen und ich bin damit einverstanden weil ich denke, dass denen dieses Grundstück gar nicht gehört. Das führt beinahe zur Eskalation - das brauch ich nicht und innert Minuten sind wir weg. (Wer denen eine schlechte Google-Bewertung geben will, macht uns eine Freude: Şemsiye Organizasyon Evi
Der neue Platz ist auch schön...
So nett viele Türken sind, man trifft auch oft auf "Schlitzohren", vor allem die jungen Männer. Machen alles, was nicht streng verboten ist, verschmutzen ungeniert überall, sind unzuverlässig, laut, überheblich, egoistisch, schamlos. Oft müssen wir auch deutlich sagen, dass wir keine Schweden sind (vor allem, seit dem ich einmal offen für Schwedens Haltung ggü der Türkei kritisiert wurde).
12.07.23
War ne unruhige Nacht. Türken (die kennen auch keine Privatsphäre!) haben um 3 Uhr neben uns Feuer gemacht und laut diskutiert mit Musik (Chrigi schläft trotzdem :). Um 4 kommt der Muezzin und um 5 die Ballone.

Den Berg, den wir gestern bestiegen haben, wollen wir heute auf halber Höhe halb umrunden und werden belohnt mit einer herrlichen Panoramatour. Diese Felsformationen begeistern uns erneut. Wir laufen bis nach Zelve, einem Dorf, das fast ausschließlich aus solchen Felsunterkünften besteht. Den Rückweg durch das Red-Valley verpassen wir - obwohl wir diesen Eingang ja schon einmal begangen haben, zu sehr schauen wir auf Anderes. Wieder geschafft machen wir eine "nice Siesta".
13.07.23
Auf der Suche nach dem besten Ballonbild werden wir immer mutiger.Geniessen einen letzten Kaffee und machen uns fertig, diese extrem spannende Region zu verlassen.
In Kayseri (650'000 Einw.) fahren wir quer durch die Stadt, um zu einem Migros zu gelangen. Ausgerechnet der verkauft jedoch kein Bier, da eine Schule in der Nähe sei... Ich sehe keine und Frage mich, ob es nicht besser wäre, den Kindern einfach keinen Alkohol zu verkaufen. 100 Meter weiter finden wir dann einen teuren Alkladen, muss nicht alles logisch sein.
Wir fahren zu einem kleinen Stausee auf 1500 MüM und stehen ruhig und idyllisch. Das Nachtessen nehmen wir im nahen Restaurant ein und haben trotzdem Bammel, es könnte jemand einbrechen - Nachwehen... Die Sorge war umsonst und es folgt eine sternenklare ruhige Nacht.
14.07.23
Ausgeschlafen müssen wir erst mal stärkeres 4G finden, um das Ziel für heute festzulegen. Wir fahren 6 Stunden durch abgeschiedenes Hochland. Ein halbes Dutzend Pässe überqueren wir.
Wir fahren zu einem kleinen Stausee auf 1500 MüM und stehen ruhig und idyllisch. Das Nachtessen nehmen wir im nahen Restaurant ein und haben trotzdem Bammel, es könnte jemand einbrechen - Nachwehen... Die Sorge war umsonst und es folgt eine sternenklare ruhige Nacht.
14.07.23
Ausgeschlafen müssen wir erst mal stärkeres 4G finden, um das Ziel für heute festzulegen. Wir fahren 6 Stunden durch abgeschiedenes Hochland. Ein halbes Dutzend Pässe überqueren wir.
Ab Malatya sind wir im Erdbeben Gebiet. Es bedrückt uns. Eingefallene Häuserblocks, improvisierte Zeltlager an der prallen Sonne bei 38 Grad und mitten im Abfall - wir im isolierten WoMo, mit Solarstrom, fließend Wasser und sauberem WC. Ist es vertretbar, hierhin zu reisen? Aber was bringt es ihnen, wenn niemand mehr kommt?
Wir wollen auf den Nermut Dagi morgen. Angekommen beim Eintritt sind wir erst enttäuscht - keine Aussicht, kein 4G, windig. Chrigi erspäht vom Berg runter einen Platz in völliger Wildnis - perfekt. Am Abend nutzen wir die Abgesciedenheit, um die Milchstraße zu bestaunen.
15.07.23
Da wir infolge Milchstraße fötelen (und viel pröbeln) erst weit nach Mitternacht ins Bett gegangen sind, schlafen wir ungestört etwas länger. Erst nach 10 kämpfen wir uns mit dem Rad den Berg hoch.
Wir bestaunen die guterhaltenen griechischen Götter-Ruinen dieser Grabstätte und geniessen super Weitsicht.
Es herrscht "Krasswind" auf 2135 Meter Höhe, was wir angesichts der gemeldeten Temperaturen auf Meereshöhe von deutlich über 40 Grad gerne in Kauf nehmen. Ab 14 Uhr Siesta... und nach 17 Uhr müssen wir selber singen, um ein Bier nehmen zu dürfen. Man hört nämlich nicht mal den Muezzin in dieser Abgeschiedenheit. Wir freuen uns auf die Milchstraße.