15.10.23
Wir fahren länger auf schönen Nebenstrassen in den Camarque Nationalpark nach Saline de Giraud. (Bouche du Rhône). Nachdem wir schon Rheindelta und Donaudelta gesehen haben, finde ich es interessant, auch das Rhônedelta zu sehen. Es ist viel heller hier und es wird Salz abgebaut. Wir sehen auch Flamingos und laufen dem langen Sandstrand entlang.
Es windet extrem und frei stehen wollen wir hier im Süden nicht mehr (zu gefährlich). Trotzdem versuchen wir, den Camping im Internet zu buchen, damit wir erst spät anfahren können (und am Strand den zNacht essen können), was nach einigen Telefonaten auch gelingt (warum es nicht am Telefon möglich war, bleibt ein Rätsel).16.10.23
Es windet noch heftiger als gestern und ich habe keine Lust aufs Rad. Chrigi schon, wie immer hyperaktiv :). Nach dem Kleiderwaschen
fährt sie auf eigene Faust los, sieht abermals Flamingos und ist für Stunden weg (der Heimweg im heftigen Gegenwind, wurde hart für sie). Ich bewache die Wäsche, die schnell trocknet und fahr dann noch einmal zu den Salzwerken und an die Rhône. (Mein Hinweg (nur 12 Km) war gegen den Wind, aufm Rückweg mit 45 Km/h "geflogen")17.10.23
Fahren wieder lange und ich rege mich auf, weil (neben der Motorenlampe) wieder das AdBlue eine Störung anzeigt. Alle 12 Kilometer kommt eine eindringliche Warnung, dass ich schnell eine Garage aufsuchen muss und nur noch 658 Km (es zählt immer runter) weit fahren dürfe. Solche Probleme kenn ich einfach nicht und es nervt. Dabei wär die Strecke nicht mal unangenehm - endlich finden wir einen PP, wo wir schnell was essen. Anschliessend platziere ich noch meine PC Tasche um und rüttle etwas am AdBlue-Schlauch rum. Die Lampe ist weg (habe gehofft, dass das helfen könnte) und wir fahren weiter an die Côte Azur.
Finden einen teuren Platz direkt am Wasser (Pieds dans l'eau, nennen die das hier).18.10.23
Fahren auf einem alten Eisenbahntrassee ca. 30 Kilometer der Côte Azur entlang, fast bis nach Saint Tropez.
Kehren um, weil das Trassee plötzlich gesperrt ist - schade. Zurück im Ort kaufen wir noch kurz was zum zNacht und Chrigi bucht sich noch eine Coiffeuse - für mich hat sie leider keine Zeit. Damit ist auch gesagt, dass wir eine dritte Nacht anhängen werden. Essen endlich wieder einmal Spaghetti-Bolo, was mein Magen wie immer mit Gluckern quittiert.19.10.23
Heftiger Regen weckt mich in der Nacht - Chrigi bekommt nichts davon mit (immer so, da können selbst Elefanten neben dem Zelt in Botswana einen Baum fällen - Chrigi schläft). Am Morgen weckt uns aber die Sonne
und obwohl den ganzen Tag Regen angesagt ist, nutzen wir die Trockenheit und fahren wieder der Côte Azur entlang, diesmal 30 Kilometer in die andere Richtung. Vom Meer sehen wir zwar nicht sehr viel, dafür schöne Weingüter/Schlösser. Leider haben wir Bedenken wegen dem Wetter und nehmen uns nicht mal Zeit für Fotos. (Ausserdem muss Chrigi ja noch zum Coiffeur).20.10.23
Fahren bei Regen los und entscheiden uns zum ersten Mal für die Autobahn - war ein Fehler. 150 Km kosteten ganze 32 Euro, nur, um eine Stunde schneller zu sein. Das einzige Highlight war die Raststätte über Monaco.
In Menton kaufen wir ein und verziehen uns auf einen kleinen Camping oberhalb (Corbio). Schön gelegen, rustikal, leider schattig am Abend.21.10.23
Wollen mit dem Bike nach Monaco um die Formel 1 Strecke abzufahren. Dafür müssen wir aber zuerst einen Pass überqueren. Es ist eine schöne Radtour und natürlich wird der Verkehr gegen Monaco immer mehr. Monaco selber ist nix für Radfahrer, dennoch geniessen wir die Rennstrecke
und ich finds interessant all die Bentleys, Rolls, Maibachs, Lambos und Mc.Larens zu sehen. Dann die teuren Jachten - Wahnsinn. Die Stadt ist schräg, aber definitiv einen Besuch wert. Wir sind positiv überrascht. Nach dem Prinzenpalast schlendern wir durch die ruhige und super gepflegte Altstadt und gönnen uns eine Pizza, um für den nach Hause weg (wieder über den Pass = 600 HM) bei Kräften zu bleiben. Die Pizza reichte und müssen nix mehr kochen.22.10.23
Werden vom Sonnenaufgang geweckt.
Wir machen eine wunderschöne Rundwanderung über 12 Km und 1000 HM auf einen Gipfel mit 360 Grad Rundumblick. Der Aufstieg ist herrlich - leider sind wir auf dem Gipfel in den Wolken. Zurück auf dem Platz staunen wir ob den Anderen, die entweder nur für eine Nacht hier rauf fahren (ist wirklich eng, lang und mühsam) oder den ganzen Tag im WoMo verbringen.23.10.23
Eigentlich wollte ich nach Ventimiglia und dort einen ganzen Tag verbringen. Da es aber diesen ganzen Tag regnen würde, beschliessen wir noch einen Tag hier oben anzuhängen, das hübsche, originale Corbio anzusehen.
Easyday... und ich bekomme doch noch eine neue Frisur.24.10.23
Fahren nach Allessandria (in die Nähe) auf ein Agriturismo. Wie erwartet, regnet es oft, aber die Autobahn ist wirklich sehr beeindruckend. Besteht über mehr als Hundert Kilometer nur aus Brücken und Tunnels und herrlichen Ausblicken auf die Küste - aber auch viele Baustellen. (Preis für gegen 300 Km = 21.50). Je mehr wir uns ab Genua von der Küste entfernen, desto schlimmer wird das Wetter. geniessen ein feines Essen auf dem Bauernhof, das nur für uns alleine gekocht wurde
(Teigwaren mit Steinpilzen, Wildragout und Dessert).25.10.23
Leider wird die geplante Radtour zum Grab des Fausto Coppi vernebelt und so fahren wir los Richtung Ortasee. Obwohl wir nicht direkt am See campen können, finden wir uns sofort wohl auf dem Camping
und besuchen Orta. Was für eine Entdeckung, ein wunderschönes kleines Städtchen, leider ohne Einkaufsmöglichkeit. Schlafen gut (aber nie mehr so tief wie in der Türkei, wissen nicht warum). Zu feier des Tages find ich noch die Biographie von Dutti.26.10.23
Für den Einkauf radeln wir 11 Km dem See entlang nach Omenga. Ein grösserer Tourismusort und es ist Markt. Wir finden nichts, picknicken (also ich) am See
und kaufen im COOP schön ein. Mit ein paar Fotostopps geniessen wir die schöne Strasse zurück und Chrigi kocht die feinen Zutaten zu einem Risotto mit Kalbsschnitzeli - herrlich im warmen WoMo bei Regen.27.10.23
Den ganzen Tag ist wunderschönes Wetter angesagt und Chrigi hat den letzten Berg gefunden, der die Alpen nach Süden begrenzt, den Monte Falo, 1080 MüM. 600 Höhenmeter fahren wir mit dem Rad hoch (inkl. Gegenstieg) und nur 200 HM zu Fuss. Das Radfahren geht viel besser als erwartet, abseits, nicht zu steil - in gut einer Stunde haben wir es geschafft. Das Wandern ist ebenfalls ein reines Vergnügen, abgesehen von einem Hund, der einmal mehr nicht an der Leine ist und uns anfällt. Die Aussicht auf 5 Seen, Richtung Milano ist herrlich, leider ist die Dufourspitze nicht zu sehen...
Langsam gehen unsere Reise zu Ende und wir beginnen mit Vorbereitungen, den Oman einzuwintern (Wassertank, WC, Boiler leeren, aufräumen). Rechtezeitig zum Sonnenuntergang sind wir bereit um den Feierabend zu geniessen.
28.10.23
Am letzten Tag wollen wir nur noch ein einfaches Sonntagsausflügli machen. Mein Wunsch, um den See zu fahren ist schon zuviel. Irgendwann endet die Strasse
- als Kompromiss quasi stoßen wir das Rad lange durch einen steilen Wald hoch... geht noch. Aber dass wir anschließend wieder stoßen werden, weil die Strasse keine ist, ist schwer verkraftbar.Am Ende wird es dann viel mehr als geplant - 42 Km, 700 HM. Aber es ist würdig, der Ortasee ist sehr schön und bietet viel Interessantes. Ich denke, da machen wir wieder einmal Halt.
29.10.23
Auf der Fahrt nach Hause fahren wir via Gordola, um unsere Mieter zu verabschieden. Lange Fahrt über den San Bernardino, da Gotthardstau.