Donnerstag, 15. Juni 2023

1.Juni 23 - 15.06.23

01.06.23
Ausgeschlafen fahren wir bei gleissender Sonne auf der Küstenstrasse nach Alaçati.
Schönes Städtchen mit griechischem Flair. Das Hotel der Auswanderer gibts nicht mehr. Der Strand ist lächerlich.
Am Abend treffen wir noch einmal unsere netten Nachbarn und verhocken wieder.

02.06.23
Schlafen wieder lange... und machen einen Faulenzertag. Es regnet etwas und windet - Zeit um Haare zu schneiden,  Fotos bearbeiten, etc.

03.06.23
Werweisen ob Velotour oder Weiterfahren... Wir fahren weiter und besuchen ein Weingut. Ab 30 CHF pro Flasche war uns dann aber zuviel und wir verzichten.  

Die anvisierte Wasserstelle finden wir nicht, aber eine nette Familie springt auf die Strasse und füllt uns den Tank. Für die Kinder opfere ich meinen letzten Osterhasen.

Schöne Strecke der Ägäis entlang - der PP jedoch ist windig und sehr belebt. Wir fahren einen neuen Platz an bei Efes. Nach Begehung der steilen und steinigen Zufahrt versuche ich es mit 4x4 und Untersetzung.
Es lohnt sich, wir stehen zu oberst auf dem Berg und wieder freuen wir uns, das tun zu können. 
Aussicht über Selçuk.

04.06.23
Vereinzelt kamen noch Leute hier hoch, scary waren aber nur 2 Jungs, die mit irgend einem Revolver Probeschüsse machten. Zogen aber nach einigen Minuten wieder ab und wir schlafen super.  

Wir wissen nicht, ob wir jemals wieder auf einem Campingplatz schlafen wollen, zu friedlich ist das Freistehen.

Mit dem Rad fahren wir runter und besichtigen Efes. Seit 9000 Jahren wohnen hier Menschen, Kleopatra überwinterte im Jahr 33 v. Chr. hier.  
Göttin des Sieges: NIKE

Die Rückfahrt auf den Berg ist heiss und schweisstreibend. 

In der Nacht gibt's verschiedentlich Besucher, aber OK.

05.06.23
Fahren Richtung Denizli (Millionenstadt) zu den Kalksteinterrassen Pamukkale. Eine etwas längere Fahrt, inkl. Einkauf, Tankstelle, Wasser füllen,  Essen kommen wir erst gegen 4 Uhr an. Der Platz will uns nicht so recht gefallen und wir gehen zu Fuß auf die Suche, bis wir den perfekten Platz finden: Aussicht auf das ferne Dinizli und im Rücken die Kalksteinfelsen.

06.06.23

Früh stehn wir auf, um die Ballone zu beobachten.
Schon bald brennt die Sonne auf den Oman und wir machen uns zu den Pools im Felsen, in denen einst schon Kleopatra gebadet haben soll.
Wir nehmen uns lange Zeit, müssen aufpassen uns nicht zu verbrennen (fast senkrecht stehende Sonne bei über 30 Grad) und kommen erst zurück,  als wir uns in den Fahrzeugschatten setzen können.

07.06.23

Verschlafen die Ballone und werden geweckt mit der Bitte, doch ein paar Meter weg zu fahren,  weil ein Ballon direkt neben uns gelandet ist.
Heute wird es wieder heiss und so wollen wir zu einem Bergsee (Salda Gölü). Nach kurzer Irrfahrt mit Wendemanöver auf einspuriger Strasse (schön, wenn man wendig ist) finden wir unseren Spot. Chrigi will gleich aufs Rad (immer so!) ich will zuerst etwas "runterkommen" und den "guten Fang" geniessen.
Gemäss NASA hat dieser durch Plattentektonik entstandene See geologische Ähnlichkeiten zum Jezero Krater auf dem Mars, weshalb deren Wissenschafter hier sich für die Mars-Mission vorbereiteten.

Wir geniessen einfach die Landschaft und umrunden den See (ca. 37 Km) mit dem Rad. Im Gebiet gibts Lavendel und Mohn.
08.06.23
Morgens um 3 musste ich mich aus dem WoMo stürzen und mit Geschrei und Steinen einen dauernd bellenden Hund verjagen. Dummerweise (als wüssten wir es nicht schon!) hatten wir den aus Mitleid am Abend noch angefüttert...

Wir wollen auf einen Berg und fahren mit dem Rad auf einen Pass.
Leider finden wir mehrmals keinen richtigen Weg, Wegweiser schon gar nicht und haben Respekt vor dem Verirren im Wald. Auch ziehen Gewitterwolken auf. Als wir schon aufgegeben haben, fahren wir an einer Schneise vorbei, steigen hoch und werden oben mit einer tollen Aussicht belohnt. 
Ab 14 Uhr Siesta im kühlen Baumschatten am See und das Gewitter zieht auf. Auch während des Nachtessen,  das wir wie gestern im kleinen Resti nebenan essen (Pita und Salat, inkl. Getränk ca. 16 Chf für beide) regnet es und ist kalt.

09.06.23
Eigentlich wär das ein Platz um länger zu bleiben,  aber wir haben es gesehen... etwas wehmütig ziehen wir weiter.
Unser Ziel heute ist das Butterfly-Valley, das eigentlich nur auf dem Seeweg zu erreichen ist. Aber eine enge Strasse windet sich in die Schlucht und nach einer steilen Abfahrt finden wir nach langer Fahrt unser Ziel, ca. 300 Höhenmeter über dem Talboden.

10.06.23
Sehr ruhig und gut geschlafen. Wir besuchen das Butterfly Valley, von unserem Platz soll es lediglich 500 Meter sein. 
Nun, er vergass wohl hinzuschreiben, dass es sich um Höhenmeter handelt... Alle, die wir nach dem Weg fragen meinen "very dangerous", aber es geht...
In der Schlucht sehen wir dann nur wenig Schmetterlinge und der super Wasserfall... na ja, im Berner Oberland gibt's wirklich viel schönere. Dennoch, die Tour ist ein Highlight und wir wollen noch am einsamen Strand baden (nicht mit Auto erreichbar).
Die Schmetteringe würden durch laute Geräusche verjagt, steht auf Schildern, trotzdem hören wir ein lautes Wummern durch den Busch... naja, das wars dann wohl mit der Idylle am Strand, die Partydampfer sind da.War aber trotzdem interessant die all-in Gäste zu beobachten. Um 13 Uhr fahren sie wieder ab und eine Stunde später machen auch wir uns auf den Rückweg. Hei, sind die Felsen heiss...

Wir essen auswärts für 9 CHF ( inkl. Trinkgeld) und suchen anschließend ein Restaurant wo ich den Campionsleagefinal sehen könnte. Finden eins, trinken noch ein Absacker (der mehr kostet als das Nachtessen vorher).Laufen dann doch zurück, weil es zu spät würde und werden von Glühwürmchen begleitet. Den Final schaue ich mir auf dem PC an, eher langweilig...

11.06.23
Fahren die enge Bergstrasse zurück nach Kaş. Ein nettes, historisches Touristenstädtchen.
Finden da aber nichts geeignetes zum übernachten und fahren auf einen Waldplatz. Leider keine Aussicht, aber friedlich und nicht so drückend.

Einige Türken picknicken hier und ein Herr bringt uns gar einen Dessert vorbei - sehr nett. Wir versuchen den Platz immer sauberer zu hinterlassen, als wir ihn angetroffen haben,  was in der Türkei nicht so schwer ist, heute aber noch witzig...

12.06.23
Wieder mal alles auffüllen und finden dafür einen schönen MM MIGROS (verkauft auch Alkohol). Fahren spektakulärer Küstenstrasse entlang weiter Richtung Antalya. Haben einen schönen Platz, direkt am Strand an toller Bucht entdeckt. 
Leider kommt um 16 Uhr die Polizei und schickt uns weg. Wir gehen kurz weiter und finden einen zu teuren Campingplatz,  den ersten seit Wochen...Obwohl wir sehr herzlich mit einem Kaffee begrüßt werden, die Enttäuschung muss ich zuerst verarbeiten und Chrigi schlägt dafür eine Wanderung auf den Hausberg vor - funktioniert gut.
Nach dem Nachtessen im feinen, interessanten Burgerschuppen werden wir auf dem Campingplatz noch zum Chai eingeladen.

13.06.23
Schlafen zwar super, aber es will nicht so richtig hier... Wir finden den Weg zum Leuchtturm nicht und irren mehrere Stunden am Berg umher. 
Dann verbringen wir lange Zeit auf dem Campingplatz,  der es eigentlich gar nicht wert ist. Chrigi macht eine Waschmaschine,  wird nicht recht sauber. Apéro am Strand und wieder auswärts essen - Köfte = extrem  böckelig ...

14.06.23
Wir reisen weiter, aber der supernette Gastgeber offeriert vorher noch eine feine Melone und erklärt uns auch noch, wo wir in Çirali am besten gratis schlafen können. (Dank Erdogan kosten diese 2 Tage inkl. Waschen und 2x auswärts Essen ganze 64 CHF)

Das Freicampen hat uns wieder und so funktioniert auch alles...
Steigen auf den Lykischen Wegen 400 Meter in die Höhe an den Feuern vorbei. 
15.06.23
Mit dem Rad fahren wir nach Olympos, eine antike römische Stadt. Einmal mehr staunen wir über die teuren Eintrittskarten (14 CHF = ein Mittagessen).Nach einem späteren Mittagessen verbringen wir den Feierabend am Strand.Einer der wenigen Strände bei Antalya, die noch nicht überbaut sind. Schildkröten kommen hier jede Nacht um Eier zu legen (die Nester werden dann markiert),  deshalb darf man den Strand nach 22 Uhr nicht mehr betreten.

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